Home Zores und Schrottie Juni 2012 September 2012 Oktober 2012

 

Von Lügen und Töten

Zwei Artikel in der vergangenen Woche irgendwo online, ich glaube bei ZEIT online, sind für uns Verbraucher wichtig. Der eine handelte von Lügen beim Umgang mit Geld, der andere davon, dass Töten für den Menschen normal ist.

Es hilft so zu denken wie Zores, um hier eine Verbindung zu sehen. Aber der Reihe nach. In Experimenten mit Prüfungen (Fragebogen) und Geld hat ein Forscher nun festgestellt, dass wir nicht grundsätzlich zur grössten Vorteilsnahme bereit sind, sondern, dass wir uns an unserer Umgebung und deren Vorbild orientieren.

Der Kriminalpsychologe erklärt uns, dass für Menschen evolutionär gesehen Töten normal ist und, wie die Nazizeit belegt, man weder krank noch sozial auffällig sein muss, um zu töten. Zores erklärt nun grosspurig, dass beide Artikel im Grunde dasselbe Phänomen beschreiben, nämlich den Vorbildcharakter des sozialen Umfelds. Beide weisen darauf hin, dass es einige wenige pathologische Lügner bzw. Mörder gibt und dass die Masse, zu der sich Zores zählt, dem sozialen Umfeld folgt.  Leider ist jedoch keine Rede von jener anderen Randgruppe, die Zores hier scherzhaft als die pathologischen Nichtlügner und die pathologischen Nichtmörder nennen möchte. Klar, beide Gruppen wirken gesellschaftlich nicht sonderlich negativ, also gibt es keine Studien dazu. Oder existieren sie nicht? Wir lügen doch alle irgendwann. Die Frage wäre aber, lügen wir zu wirtschaftlichem Vorteil? “Nur” auf der Arbeit? Und kriminell waren wir alle auch einmal im Leben, oder nicht? “Nur” viel zu schnell gefahren, “nur einmal” betrunken über Seitenstrassen nach Haus geschlichen? Wer waren denn jene römischen Bürger, die keinen Dienst mit der Waffe leisteten, wer jene die im Zweiten Weltkrieg unter Lebensgefahr sagten “nein, kein Gewehr für mich”?

 

Von Lügen und Töten Teil 2

Da wird uns vorenthalten, dass Pinguine nicht bloss kuschelige Tierchen sind, dass Bonobos in vieler Hinsicht interessanter sind als Chimpansen. Wenn eine Löwin eine Gazelle adopiert, warten wir mir einer gewissen Schwermut auf den Tag, an dem die Gazelle doch unweigerlich zum Opfer eines hungrigen Raubtiers wird.  Haben Sie den Dokumentarfilm eines Ehepaars aus Idaho gesehen? Die beiden wollten ein Jahr in der Wildnis verbringen und die Zeit filmen. Eine der beeindruckenden Szenen zeigt Wölfe, die in der Abenddämmerung einem lahmenden Elch nachstellen. Das Ergebnis scheint festzustehen. Und dann taucht ein zweiter Elch auf, stellt sich zwischen die Wölfe und das lahmende Tier. Und am nächsten Morgen lebt das designierte Opfer immer noch, befindet sich immer noch in Begleitung des Retters vom Vorabend.

 

Süsses oder Saueres

Halloween, ein noch recht neuer deutscher Feiertag, naht und die Monster sind los, besonders die von der CSU. Wie in einem drittklassigen Horrorfilm spucken Sie mit unverstellter Stimme Dummheiten in die Ohren von Nachrichtenredakteuren. Einer tritt zurück, andere bleiben.  Die öffentlich-rechtlichen Rundfunksender sind von Politikern besetzt und durchdrungen. Warum werden sie nicht von jenen mitgeführt, die dafür ihre monatliche Zwangsabgabe bezahlen?

 

Kaufen und gekauft werden

Ist es eine aufgeklärte sozialgesinnte Einstellung oder blanke Bestechung? Der Zeit online Artikel Wutbürger besänftigt man mit Geld und ähnliche Berichte über Entschädigung oder Beteiligung von Bürgern an Bauprojekten empfindet Zores mit innerem Zwiespalt.  Versteigerungen und Ausgleichszahlungen bringen Standorte, wie ein Beispiel aus Spanien zeigt. Neu ist das Verfahren allerdings nicht, und die Langzeitfolgen kann man in den USA sehen, wo arme Reservatsbewohner Geld für die Anlage diverser Mülldeponien bekamen.  Einige Jahre später war das Geld ausgegeben, der Müll immer noch da und sich weiter vermehrend. Und das Grundwasser litt.  Wenn Zores es auch einfach gerecht findet, dass jene Geld bekommen, denen man etwas vor die Tür setzt, so hat er doch grosse Bedenken. Es sieht so aus als ob eine Entschädigung oder Beteiligung langfristig gegen die Nutzniessenden ins Feld geführt. Wenn Kinder mit Gesundheitsschäden geboren werden, seltene Erkrankungen extrem gehäuft auftreten, dann werden jene laut werden, die sagen: ihr habt doch Geld dafür bekommen, ihr habt keine weiteren Ansprüche.

 

30 000 Schnellfahrer geblitzt

Die Sache mit den Zahlen. 30 000 ertappte Schnellfahrer sieht gut aus, wenn man den Blitzmarathon in NRW und den Niederlanden anschaut.  Obwohl laut Spiegel online mal 39 000, mal 20 000 genannt wurden. Glücklicherweise gibt es in einem Artikel auch Prozentzahlen, nämlich “Wenn die Behörden unangekündigt blitzen, fahren erfahrungsgemäß acht Prozent der Autofahrer zu schnell.”  Beim angekündigten Bltzen kommt man auf etwa vier bis sechs, wenn man einmal 820 000 im dritten Blitzmarathon zugrundelegt. Zahlen zu den eingesetzten Beamten sind ein wenig spärlich, wir nehmen hier die 3 500, die einmal in der Presse genannt wurden.  Schade, dass wir die genauen Kosten nicht kennen, also rechnen wir einmal geschätzt mit 500 000 Euro Personalkosten, das macht dann etwas unter 20 Euro pro Schnellfahrer. Das erfordert also ausserhalb geschlossener Ortschaften ohne weitere Erschwernisse einen Durchschnitt von 15 km/h pro Mann oder Frau, um in etwa die Personalkosten zu decken. War es das wert? Wenn man auch nur ein gerettetes Leben erwartet, sicher. Nun sagen Kritiker, dass der Effekt schnell nachlässt. Zores hält letzteres für wenig erhellend. Es ist nur eine persönliche Beobachtung, aber nach Jahrzehnten aus deutschen Autobahnen fühlt Zores sich heute sicherer.  Die Zahl der ewigen Drängler und Lichthuper scheint abgenommen zu haben, oder liegt es nur daran, dass Zores keinen lichthupengefährdetes Auto besitzt?

 

Zores empfiehlt: http://www.haustechnikdialog.de/

Unter den deutschsprachigen Webseiten, die einfach rundum nützlich sind, ist für Renovierer und Bauherren die Seite http://www.haustechnikdialog.de/ eine erschreckend gute Hilfe. Erschreckend deshalb, weil es dort relevante, wenig marktschreierische, unterstützende Foren gibt – im Unterschied zu so vielen inhaltsarmen Werbeseiten.  

 

Kundendienst

Eine späte Anekdote, ausgelöst durch die Meldungen im Jahr 2011, dass die Hamburg Mannheimer Versicherung ihre Vertreter zu einer rauschenden Sex-Party in Ungarn eingeladen hatte. Als nicht unbedingt fortschrittlicher Mann könnte man denken, hey, das ist unfair – wo bleibt denn hier die vielbeschworene Kundenorientierung der Firma!  Zores fiel dazu eine Geschichte aus absolut vertrauenswürdiger Quelle über eine andere Branche in einem anderen Land ein. Wir befinden uns in den USA in den achtziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts.  An der US-Westküste herrscht wieder Goldgräberstimmung. Diesmal geht es um Computer und die immer kleiner werdenden Chips, die diese Maschinen antreiben.  Weil die Konkurrenz amerikanisch hart ist, die Produktion sich am Rand des Unbeherrschbaren bewegt, und man doch mithalten möchte, ist man innovativ.  Eine bekannte, auch heute noch grosse Firma, entdeckt eine Kundendienstvariante, die uralt aber wirksam ist.  Die Abteilung beschäftigt eine Reihe von Frauen, die bei kritischen Kundenproblemen eingesetzt werden. Mit einem, sagen wir, völlig entspannten und befriedigten Kunden kann man schliesslich besser sprechen als mit einem nervösen Wrack.

 

Ein gutes Gedächtnis über 2000 Jahre

Unsereins hat manchmal Schwierigkeiten mit dem Gedächtnis, ganz zu schweigen von vergessenen Geburtstagen oder Hochzeitstagen. Und doch gibt es viele Erinnerungen, die ohne Probleme 1000 oder 2000 Jahre überstehen. Ein rechteckiges Mauerstück im Wald, überwuchert, fast unkenntlich, kennt jeder in der Gemeinde als die römische Villa. Eine Kette runder, bis zu zwei Meter hohe Erhebungen ist, das wissen die Älteren, eine Ansammlung von Gräbern aus der Bronzezeit.

Was der Briefträger in so manchem Haus auf seiner morgentlichen Runde vor dreissig Jahren trieb, ist hingegen wesentlich verschwommener.

 

Filme, Videospiele und Jugendliche

Als jugendgefährdent wird so mancher Film, so manches Spiel eingestuft. Klar doch, wir wollen unsere Kinder schützen, ihnen aber nicht die Vielfalt und das Chaos der Welt vorenthalten. So kommen wir zu emotional geladenen hochmoralischen Diskussionen.  Was dabei manchmal vergessen wird, ist dass Kinder oft sehr genau wissen, dass ein Verhalten oder eine Situation nicht real ist. Zores hat sich über lange Zeit eine Meinung gebildet, die so aussieht: das offenkundig Irreale, das komplett Absurde, sie sind nicht das grosse Problem. Problematischer sind Darstellungen, die real erscheinen, es aber nicht sind. Ein nachhaltiges Beispiel, oder bei anderer Weltsicht abfällig eine Anekdote, brachten Zores zu diesem Schluss.  Die Zutaten waren ein Junge, der weit entfernt vom Meer lebte, eine am Meer spielende Fernsehserie und ein langer Spaziergang an einer Steilküste.  In der Fernsehserie kam es selbstredend immer wieder zu gefährlichen Situationen. Eine, die den Jungen nachhaltig beindruckte war “die Flut kommt”. Man sieht Kinder im Schlick spielen, jemand ruft “die Flut kommt”, man sieht Wasser heranrauschen und in der nächsten Szene sieht man die Kinder auf einem Felsen, von Brandung umspült, ängstlich auf die Rettung wartend.  Zehn Jahre vorwärts. Der Junge ist ein junger Mann, der mit einer Freundin eine Steilklippe in eine kleine Bucht hinabgestiegen ist. Sie wandern am Strand entlang als die Freundin beiläufig bemerkt, dass die Flut eingesetzt habe. Der junge Mann wendet sich um, zurück zum Pfad am Hang, in der Erwartung, dass man sich schleunigst vor der Flut in Sicherheit bringen muss. Erst nach geduldiger Erklärung beruhigt er sich, und die beiden setzen den Spaziergang fort. Ob dies ein Beleg für die Macht des Fernsehens in der Grauzone der dramatisierten Wirklichkeit ist, oder ob der Junge einfach nicht besonders gebildet oder besonders intelligent war, das dürfen Sie, liebe Leser selbst entscheiden.

 

Dieser Polizeibeamte ist ein Hund

Wer hier Veleumdung und Beleidigung wittert, möge zunächst weiterlesen.  In den USA gibt es Jurisdiktionen, die Polizeihunde zu vollwertigen Beamten machen, rechtlich gleichgestellt mit ihren menschlichen Kollegen. Das hat interessante Folgen.  Zum einen kann ein Krimineller, der einen Polizeihund verletzt, wegen Körperverletzung oder versuchtem Totschlag belangt werden. Zum anderen gibt es auch schon einmal ein Begräbnis mit allen Ehren (und Kosten für den Steuerzahler).  Der Kriminelle wird nach erfolgter Verurteilung wegen einer schwereren Tat zu teuerem, weil länger eingesperrtem Staatseigentum (government property), nicht mehr geschützt vom Verbot von Sklaverei und Zwangsarbeit gemäss des 13. Amendments.

 

Liebe deutsche Polizeigewerkschaft (DPolg)

Laut Spiegel vom 30.10.21012 darf die Polizei nun doch nicht aufgrund der Hautfarbe kontrollieren. Statt stolz zu sein auf die Gleichbehandlung farbiger Mitbürger spricht die DPolg von schöngeistiger Rechtspflege, die sich nicht an der Praxis ausrichte.  Zores ist nach wie vor im Grossen und Ganzen mit der deutschen Polizei recht zufrieden,  sie ist eher menschlich.  Natürlich sollten Sie zu Ihren Mitgliedern stehen. Aber ghleichzeitig wird wohl immer noch nach dem Grundsatz ausgebildet, dass ein Befehl, der gegen die Menschenrechte verstösst, nichtig ist? Oder sehe ich das falsch, gilt das nur für Soldaten? Wenn der Erfolg polizeilicher Arbeit davon abhängt, dass jemand nach der Hautfarbe kontrolliert werden darf, dann werden Steuergelder wohl falsch eingesetzt. Man braucht ja keine gutausgebildeten Beamten, um Kontrollen auf Hautfarbenbasis durchzuführen. Dazu ist nicht einmal ein Hauptschulabschluss nötig.  Wenn in Berlin Asylberwerbern in einer eiskalten Nacht Decken und Iso-Matten weggenommen werden, dann braucht man Polizisten, die schlicht und einfach nein dazu sagen.

Der Hautfarbenkommentar brachte Zores auf die Internetseite der DPolg und das Ergebnis war erschrechend. Zum Thema Geldwäsche etwa: “Zur Trockenlegung des Sumpfes der internationalen Geldwäscher muss in Deutschland künftig die Möglichkeit der Beweislastumkehr bestehen.”  Die Beweislastumkehr gibt es in anderen Ländern, schauen wir uns das genauer an: Beweislastumkehr ist historisch typisch für Diktaturen und totalitäre Regime. Das kann die DPolg  offensichtlich nicht wollen. Also schauen wir in die USA, wo Beweislastumkehr inklusive Verfahrensabschwächung seit Jahrzehnten Mode sind. Dort kann eine Polizeibehörde Geld und Besitz in einem Zivilverfahren beschlagnahmen. Weil zivil weniger hohe Hürden anzulegen sind, ist das ein gemütliches, gewinnbringendes Verfahren. Es kommt noch besser: die beschlagnehmende Behörde bekommt einen Teil der Beute und kauft damit alles Mögliche ein, von Schutzwesten bis zu Panzerfahrzeugen.  Das Ergebnis ist eine geldhungrige Ermittlungsführung mit einem Ausmass an Korruption, bei dem es jedem deutschen Polizisten schwindelig würde.

Wird damit nicht die Unschuldsvermutung torpediert, die nach bisherigem deutschem Selbstverständnis als eine der Säulen der freiheitlich-demokratischen Grundordnung dient?

Und auf derselben Seite geht es weiter mit der Ünterstützung für einen Ausbau der Videoüberwachung.  Und da gibt es das Beispiel Grossbritannien, wo man auf dem besten Weg zu Orwells Superstaat ist. Hilft aber auch nichts, wenn die Jugendarbeitslosigkeit zu hoch ist, der soziale Kleber der Gesellschaft zerfällt.

Und hier in Deutschland gibt es auch den Beamten, der jedes Mofa der Jugendlichen im Dorf mit Wut kontrolliert und doch von jenen Jugendlichen bemitleidet wird. Denn sie wissen, dass er eine Tochter bei einem Verkehrsunfall verloren hat.

Und wo wir schon einmal dabei sind: Zores hat einen oder mehrere Polizistenfreunde.  Wenn da einer einmal erzählt, wie man als Angehöriger der Internen Revision fast als Aussätziger von den Kollegen behandelt wird, da bekommt das Schutzmann-Image die Graustufen, die jedes menschliche Handeln auszeichnen. Zores hat auch für sich selbst nichts dagegen, wenn ein Polizeifreund mal aus Langeweile eine Suche nach Zores im internen Rechnersystem vornimmt.  Für mich selbst lache ich darüber, wenn ein Beamter mir das fröhlich erzählt.

Für einen Mitbürger jedoch, ob schwarz, weiss oder grüne, würde ich mich sofort und lautstark beschweren.

 

 

Die Hakenkreuzritter von kreuz.net

Es brauchte den Tod von Dirk Bach, damit Zores die Seite der Hakenkreuzritter zum ersten Mal erwähnt sah. Mittlerweile ermittelt der Staatsanwalt und es gibt eine Stoppt Kreuz Net Bewegung.  Damit hätte sich für Zores der Handlungsbedarf eigentlich erledigt.  Nur stellt sich wieder einmal die Frage, wer liest denn all das Gewäsch von kreuz.net, und wer glaubt das?  Und wenn man sich die Kommentare anschaut, dann findet man dort die ganze Bandbbreite von Ausdrucksformen, bibelfesten, klugen und dummen. Und die Zensur klappt bei kreuz.net auch nicht richtig. Der Benutzer Comminicator jedenfalls ist strebsinnig und vollsatirisch tätig, ohne dass jemand Einspruch erhebt.

 

#10 Comminicator 14:04:36 | Freitag, 2. November 2012

Katholische Journalisten sollten diesen vorbildlich recherchierten, investigativen und glänzend geschriebenen Redaktionsbeitrag archivieren und ihn fürderhin jedem an kirchlichen Themen Interessierten als ein Lehrstück vorbildlicher katholischer Berichterstattung anempfehlen.

 

Kurzum, lasst sie untereinander schwätzen, verbieten bringt sowie so nichts – wie wir andernorts beim Gegenüber, den Herren von der Dschihad, sehen.

 

Deutsche werden immer dicker

Alle Jahre wieder, so auch 2012, wird gejammert Deutsche werden immer fetter oder so ähnlich.  Ebenso vorhersagbar sind die Meinungen und Studien, die dann angeführt werden.  Die Lösungsvorschläge reichen entsprechend vom Rabiaten (besteuern) zum Menschlichen (Erziehung und Aufklärung). Die eine oder andere Quelle weist auch darauf hin, dass ärmere Bürger anscheinend eher gefährdet sind als wohlhabende oder besser gebildete. Könnte es nicht so sein, dass die Ärmeren, insbesondere im stadtischen Raum, kaum eine andere Möglichkeit haben als billig zu essen? Die ewigen Verweise auf mehr Bewegung und Beschimpfungen durch einen Arzt (nachweislich nicht so selten) helfen nichts. Gestresste Tiere essen schlecht, das wissen sowohl der Bauer als auch der Tierarzt. Weil der Durchschnittsochse aber kein Geld hat und ergo keinen Zucker, als Fruchtsaft getarnet Zuckerbrühe, oder gesättigte Fettsäuren und anders Futter einkaufen kann, isst der Ochse weniger oder knabbert am falschen Grass herum. Gestresste menschliche Tiere greifen eben zum Junk Food.

Lasst die Dicken in Ruhe, helft ihnen ohne Verturteilung, fordert daher der wg. Einbildung nicht dicke Zores.  

 

Reich aber sozial

Es gibt sie auch in Deutschland. Zahlen sind unbekannt sofern man sich nicht mit öffentlich gemachten Spenden und Sponsorzahlungen zufrieden gibt.  Menschen mit viel Geld, die doch ohne Scheu sozial sind.  Eine wahre Epsiode aus einem Studentenleben.  

Die junge Frau fragt den jungen Mann: “Sag mal, wieviel Geld hast du im Monat?”

“700 Euro für alles.”

“Mein Vater will mir 5000 Euro im Monat geben und einen Porsche dazu.”

Ein paar Wochen später erzahlt ihm die junge Frau, dass sie sich mit ihrem Vater geeinigt hat. 2000 Euro und ein Open Corsa.

 

Zores empfiehlt: http://www.123recht.net

In der ehemals verstaubten Landschaft der Rechtsauskunft im Internet ist http://www.123recht.net die nach Meinung von Zores beste Anlaufstelle für viele Fragen. Der Ratgeberbereich von http://www.123recht.net deckt ziemlich alle alltäglichen Rechtsbereiche ab, und zu vielen Benutzeranfragen gibt es ausführliche Antworten.  

Rechtsstreitikeiten sind, was oft nicht gewürdigt wird, sehr gefühlsträchtige Vorgänge. Und da ist recht.net besonders zu empfehlen. Schauen Sie sich an, ob und wie Sie sich wehren können. Schauen Sie sich an, ob Sie als “Schuldiger” Ihre Empörung und Ihre Hartnäckigkeit vielleicht doch ein wenig unter Kontrolle bekommen können.

 

Feine Sahne Fischfilet - Never Mind the Bollocks

Der Verfassungsschutz hat die Band Feine Sahne Fischfilet als linksextremistische Gruppe eingestuft. Zores hat mit Punk nichts am Hut und empfindet die Einstufung als Karnevalsscherz rechtzeitig zu Beginn der Narrensaison am 11.11. um 11 Uhr 11. Können wir bitte dringend nachträglich die Gruppe Sex Pistols auf die Beobachtungsliste setzen, da diese mit “God save the Queen and Her fascist regime” zumindest ebensoweit ausgeholt haben die Fischfilet-Jungs?

Der Titel des Sex Pistols Albums war übrigens “Never Mind the Bollocks”. Wäre das nicht auch ein guter Titel für den nächsten Verfassungsschutzbericht?

Sie lasen einen Beitrag von Zores aus der Welt der Scheinheiligen, wo er zur Zeit Urlaub macht und sich sehr wohlfühlt.

 

Wahlkampfende 2012 in  den USA, Krieg der Worte und des Geldes

Im Land des Blues, des Jazz, der Rockmusik, im Land von South Park, wird heute wieder ein Präsident gewählt. Eine Schlammschlacht geht zu Ende, und morgen fängt die nächste an.  Seit wir hier in Europa diesen Wahlkampf verfolgen ist viel geschehen. Wir haben unzählige Artikel gelesen, unzählige Meinungen gesehen, uns Gedanken gemacht, Stellung bezogen. Der Untergang des Imperiums wurde wieder einmal beschworen, sei es von Counter Punch in den USA oder vom Spiegel online.  In den Medien des “mainstream” wird mit schöner Regelmässigkeit und Ausgewogenheit die Härte der Republikaner und die Staatshörigheit der Demokraten diskutiert. Dazwischen gibt es immer wieder einmal leise oder laute Einsprüche, und wenn man diese zitiert, hat man sofort sein Etikett (neudeutsch Label) angehängt.

Und doch ist es alles halb so wild. Der Wahlkampf zwischen John Adams und Thomas Jefferson war eine schlimmere Schlammschlacht. Der von uns Deutschen so gerne gemochte Thomas Jefferson kaufte sich einen berufsmässigen Verleumder ein, der Adams mit Angriffen in den Zeitungen überzog, bis hin zur Behauptung Adams sei ein Hermaphrodit. Ein Wort übrigens, das viele Amerikaner wg. Bildungsmangel heute nicht mehr verstehen.

Dass das Imperium wohl noch eine Weile nicht untergeht sollte man eigentlich schon im Umfang der Berichterstattung erkennen. Was hat uns in Europa all das Schreiben und Schwätzen über den Wahlkampf gebracht? Weniger Schreckensnachrichten über den Euro, über Flüchtlinge, über unsere Skandälchen.

 

Das Ende des Fernseh- und Radiomuffels

Süsses oder Saueres für Schrottie. Über 25 Jahre ohne Radio und Fernsehen gehen damit für unseren Freund Schrottie zu Ende, was die Gebühren angeht. Er wird wohl für andere zahlen, denn seinen Verzicht wird er nicht ändern. “Man kann gut informiert sein, ohne die öffentlich-rechtlichen zu hören und zu sehen”, erklärte Schrottie. Er lehnte es ab, einen Beitrag dazu zu verfassen. “Ich will nicht an dieses Geschacher, diese obrigkeitsstaatlichen Herrschaften denken müssen, das ist schlecht für meinen Blutdruck.” Wir wissen, dass Schrottie praktisch kein Einkommen besitzt, aber auch keinen Anspruch auf staatliche Hilfe. Wie es dazu kam, ist eine lange Geschichte, die er nicht teilen möchte. Offenkundig ist für uns, dass Schrottie mit der Haushaltsgebühr Geld abverlangt wird, das er für Nahrung und Kleidung benötigen würde.    

Im Zusammenhang mit dem Zorn der Bevölkerung über GEZ-Gebühren lohnt es sich vielleicht auf verwandte Übelgebühren der GEMA hinzuweisen. In Fällen, in denen ein grosser Teil der Bevölkerung eine Monopolstellung vermutet oder nachweisen kann, ist das Wutpotential hoch.

 

Leben mit einem Serienkiller

Auch der übelste Serienkiller bringt nicht jeden um, mit dem er zu tun hat. Ein Freund meines Freundes Schrottie verkaufte eine zeitlang Zeitschriften von Haus zu Haus. Er kam dabei auch zum Haus eines gewissen Jeffrey Dahmer, seines Zeichens einer der bekannteren amerikanischen Serienkiller.  Dahmer lud ihn ein, man sass im Wohnzimmer, unterhielt sich, und schliesslich verliess der junge Mann das Haus.

Mein Serienkiller ist nicht vom gleichen Kaliber. Das Essen ist nicht pünktlich fertig, sie macht ihrem Unmut Luft. Ich gehe ins Büro, um Email nachzuschauen, und was tut sie? Sie folgt mir. Sie kann es oft nicht leiden, wenn ich zum Einkaufen gehe, und wenn ich zurückkomme, sitzt sie in der Küche und grummelt vor sich hin. Aber wenn ich morgens aufwache, ist sie nett zu mir, schaut mich mit ihren grossen, tiefgrünen Augen an, kuschelt. Ja, so ist das mit der Katze.

 

Steinbrück, Gauck und das Geld des Kunden

Laut Die Welt erhielt auch Joachim Gauck Geld für eine Gesprächsrunde der Stadtwerke Bochum. Laut Auskunft der Stadtwerke sollte dieses Geld für eine gemeinnützige Organisation gestiftet werden. Zores hält es den Stadtwerken zunächst zu Gute, dass diese sich nicht an der Umverteilung von Kundengeld in reiche Taschen beteiligen wollten. Warum haben sie aber nicht einfach die Gesprächsteilnehmer eine Organisation auswählen lassen und das Geld direkt überwiesen?

Vielleicht gibt es ja rechtliche Gründe, aber Zores findet es merkwürdig, dass niemand zumindest die Frage stellte.

 

Der Mercedes auf dem Bürgersteig

Zores war zu Besuch in Frankfurt. Wir wanderten in der Innenstadt umher, bummelten am Mainufer entlang, überquerten und unterquerten zu breite Strassen, und kamen irgendwann bei der Europäischen Zentralbank an. Das riesengrosse Euro-Symbol sieht wirklich so aus wie man es in allen Medien sieht.  Was man aber normalerweise nicht gezeigt bekommt, sind die Absperrgitter, die den Rasenplatz vor Occupiern und Spaziergängern schützen.

Und dann war da der Mercedes, ein 600-irgendwas, nagelneu, nur wenige Meter neben dem abgesperrten Rasen stand dieser Mercedes auf dem Bürgersteig geparkt.

Der Bürgersteig ist dort sehr breit, aber man muss eben doch um den geparkten Luxusschlitten herumnavigieren. Der Mercedes ist das Fahrzeug des Chefs der Europäischen Zentralbank (EZB).

Zores bedankt sich bei der EZB und der Frankfurter Stadtverwaltung, die hier mit dem Nebeneinander von abgesperrtem Bürgerraum und fettem Auto auf Bürgerraum unabsichtlich ein neues Symbol geschaffen haben, weniger fotogen als der Riesen-Euro, aber gesellschaftlich aussagekräftig.

 

Wohnungsmakler dürfen lügen

Laut Spiegel online dürfen Wohnungsmakler ungestraft lügen.  Weil der Mietvertrag keine Gössenangabe machte, konnte ein Mieter laut Gericht keine Mietminderung vornehmen. Das ist ein wunderbares Beispiel für einseitige Vertragsgestaltung! Zores würde gerne wissen, warum ein Mietvertrag ohne Quadratmeterangabe überhaupt rechtens ist. Zores würde auch gerne wissen, wie der Makler auf die 74 qm statt der tatsächlichen Grösse kam. Hat der Makler sie aus dem Arm geschüttelt oder aus dem Ar**** gezogen?  Wäre doch nett, wenn es eine Email vom Vermieter an den Makler gibt mit der Grössenangabe.  Der Vermieter hat seine Pflicht nicht erfüllt, der Makler wohl auch nicht.

 

Bedingungsloses Grundeinkommen

Es tut gut, dass es Unternehmer gibt, die ein bedingungsloses Grundeinkommen für gut halten. In einem langen Leben hat Zores immer wieder festgestellt, dass Menschen arbeiten wollen, Spass an Arbeit haben, und nur wenige Schmarotzer sein wollen. Mehr ist dazu heute nicht zu sagen. Danke, Herr Werner.

 

Die Zores-Firma des Monats November 2012: Apple und Google

Apple hat sich diese Auszeichnung wegen seiner unermütlichen Zensur von Wort und Bild verdient. Google kam erst heute hinzu, wegen des angekündigten Rechtsstreits mit einer kleinen Firma namens Doogle in Afrika. Die kleinen Jungs von www.doogle.co.za haben ein Problem. Die Buben von http://www.doogle.org/ oder www.doogle.com, www.doogle.co.nz, www.doogle.de, www.doogle.at haben nichts zu befürchten. Googles Verhalten erinnert Zores and die erste Definition des Wortes Doogle im Urban dictionary.  Die lautet: To bounce one's testicles to the left and to the right.

 

 

Gericht zu Grossmutter: Lernen Sie Deutsch

Ach du liebe Zeit. Da verurteilt ein Verwaltungsgricht eine 61-jährige Türkin zur Teilnahme am Integrationskurs. Die Frau hat Kinder, die Deutsch sprechen, hat selbst nie eine Schule besucht und lebt seit 30 Jahren hier.  Wenn wir als Deutsche schon amerikanische Verfahren übernehmen wollen, dann sollte man sich deren Umsetzung ansehen und nicht “deutsch” verfahren. In den USA werden beispielsweise auch Wahlunterlagen in andere Sprachen übersetzt. Wohlgemerkt für naturalisierte US-Bürger, die ja auch “ausreichende” Sprachkenntnisse vorweisen müssen.